Aufzeichnungen eines Irren

Du spuckst Blut. Das Gesicht ist wund. Das Auge blaurot pochend. Du spürst jede Ader im Kopf. Das Gefühl als würde sie gleich platzen. Der Mund voller Blut. Du schmeckst alle Bestandteile deines Blutes: Wasser, rote Blutkörperchen, Eiweiße, Blutplättchen, Fett, Zucker, Kochsalz und weiße Blutkörperchen. Du weißt es, du hast schließlich Medizin studiert. Ein paar … Aufzeichnungen eines Irren weiterlesen

„Rue Saint-Pierre“

Levin stand auf dem Platz vor dem Notre Dame und beobachtete die steinernen Wasserspeier, während dunkle Wolken Paris überzogen und der Stadt einen melancholischen und beinahe mystischen Anstrich verpassten. Levin entdeckte einen Gargouille, der aus der Masse hervorstach: er hatte eine grässliche, beinahe groteske Visage, die er schmerzvoll verzog. Zwei Hörner, wovon eins abgebrochen war, … „Rue Saint-Pierre“ weiterlesen

Warum ich meinen Roman komplett von vorne schreiben muss

Hemingway soll mal gesagt haben "The only kind of writing is rewriting", aber wenn das Problem viel tiefer liegt, dann muss man wieder bei Null anfangen. Ich habe über ein Jahr gebraucht, um die Rohfassung für das Projekt zu schreiben. Nur, um festzustellen, dass ich eine ganz andere Geschichte erzählen möchte. Warum ist das so … Warum ich meinen Roman komplett von vorne schreiben muss weiterlesen

Festival-Tour 2017 für unseren Film

2015 waren wir in Paris und durften an der La Femis einen Kurzfilm drehen. Da wir zur Zeit der Terroranschläge dort waren, haben wir uns entschlossen das als Thema für das Projekt zu nehmen. Der Film handelt von zwei Soldaten, die ein Gebäude in der Pariser Innenstadt bewachen. Als plötzlich ein herrenloser Koffer auftaucht, stehen die beiden Protagonisten vor einer harten Probe. Wir beobachten, wie Angst uns beherrscht – jedes harmlose Ereignis wird zur Gefahr. Jeder zu einem Verdächtigen.