In der Entzugsklinik

Mit dem Schreiben ist es, wie mit einer Drogensucht.

Man sitzt da nervös vor einem leeren Blatt Papier, kaut auf seinen Fingernägeln und leidet unvorstellbare Qualen, weil einem nicht der erlösende Gedanke kommt.

Selbstzweifel, Selbsthass, selbst Kaffee hilft nicht weiter. Die Kopfschmerzen steigen genau sowie die Erkenntnis, dass man vielleicht doch etwas anderes machen sollte.

Doch dann kommt der Schuss. Adrenalin und Dopamin schießend durch die Blutbahn. Ein genialer Gedanke, ein schöner Satz. Plötzlich ergibt alles wieder Sinn und man lebt.

Zumindest bis zum nächsten Tag, wenn die Entzugerscheinungen wieder auftreten. Und man sich erneut auf die Suche macht. Nach dem Besonderen.

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