1 Jahr als Schriftsteller – Teil 1: Der Arbeitstag.

Mein Arbeitsalltag

Ich hatte viel Zeit, um zu Schreiben. Und ich hatte auch viel Zeit zum Experimentieren. Viele Drehbuchautoren und Schriftsteller haben ihre ganz  eigene Routinen und Tagesabläufe. Manche arbeiten lieber nachts, andere wiederum eher vormittags.  Manche setzten sich sofort hin und schreiben, andere schieben das Schreiben so lange hinaus, bis sie das schlechte Gewissen packt und sie voller Energie in die Tasten hauen.

Folgende Grundregeln habe ich für mich herausgefunden. Unter diesen Bedingungen kann ich ideal arbeiten. (Das gilt natürlich nur für mich, jeder hat da seine eigenen Vorlieben)

1. ICH KENNE MEINE FLOW-ZEITEN

Jeder hat seine eigenen sogenannten  “Flow-Zeiten”. Bei mir ist das der Vormittag (bis ca. 12.30 Uhr) und dann ab 19 Uhr für ein paar Stunden. In dieser Zeit fühle ich mich vital, inspiriert und kreativ. Vor allem Vormittags schaffe ich das meiste abzuarbeiten und bin da wirklich sehr produktiv.

Zwischen 14 und 18 Uhr bin ich eigentlich überhaupt nicht zu gebrauchen. Deswegen nutze ich diese Zeit fürs Aufräumen, Kochen, Ausruhen, Einkaufen etc.  Erst wenn die Deadline näher kommt oder ich an mehreren Projekten gleichzeitig arbeite, nutze ich auch die „nicht Flow-Zeiten“ dafür, um zu arbeiten.

Seine eigenen Flow-Zeiten zu kennen und zu nutzen macht schon die halbe Miete. Wirklich!

2. ICH ARBEITE NICHT NUR ZU HAUSE

Wie ich bereits im Home-Office Artikel erwähnt habe, drehe ich manchmal durch, wenn ich den ganzen Tag nur zu Hause sitze und schreibe. Ich habe dann das Gefühl, dass mir die Decke auf den Kopf fällt.

Aber auch dafür habe ich eine Lösung gefunden. Einerseits gehe ich manchmal in die Stadtbibliothek oder in den Schreibraum meiner Uni und arbeite dort. Dann komme ich abends nach Hause und habe das Gefühl “von der Arbeit zu kommen”. Ich bin ein wenig erschöpft und glücklich.

Oder ich gehe zum Sport. Ich habe mich beim lokalen Fussballverein angemeldet und werde mich nach einem intensiven Schreibtag auf dem Fussballfeld austoben und so einen Ausgleich schaffen.

Ich habe auch gemerkt, dass wenn ich den ganzen Tag zu Hause bin und meine Freundin abends von der Arbeit kommt, wir einen unterschiedlichen Energie-Level haben. Aber mit diesen Strategien sollte das klappen, so dass wir beide gemütlich den Abend ausklingen lassen können.

3. ICH DARF KEIN SCHLECHTES GEWISSEN HABEN

Zu unserem Job gehört es auch dazu, zu lesen, Filme zu gucken oder einfach mal einen Inspirations-Spaziergang zu machen. Ich komme aus einer Arbeiter-Familie und mir fallen solche Dinge immer noch ziemlich schwer. Oft habe ich dann ein schlechtes Gewissen, weil sich das nicht nach Arbeit anfühlt und ich denke ich sollte etwas sinnvolles machen. Aber das ist ein Irrtum, denn wenn man kreativ sein will, dann muss man sich auch auf sowas einlassen und  sich von der Muse küssen lassen.  Das schreibe ich zwar locker so hier hin, muss aber selber an diesem Punkt noch an mir arbeiten. Geht euch das genau so?

Mike White hat das auch erkannt und so arbeitet er:

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Ein Gedanke zu “1 Jahr als Schriftsteller – Teil 1: Der Arbeitstag.

  1. Pingback: Kreative Routinen berühmter Schriftsteller. | GOLD-WRITING.COM

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